Creatin

Creatin ist ein Nahrungsergänzungsmittel, welches heute aus dem gesamten Sportbereich nicht mehr wegzudenken ist. Der Begriff „Creatin“ kommt ursprünglich vom griechischen Wort „Creas“, was übersetzt „Fleisch“ bedeutet.

Der Zusammenhang ist simpel herzuleiten: Die beste natürliche Creatinquelle ist Fleisch. Kaum ein anderes Nahrungsmittel enthält annähernd so viel Creatin wie tierisches Muskelgewebe.

Als die Wirkungen von Creatin in Bezug auf Muskelaufbau und Leistungssteigerung in den 1970er Jahren publik wurden, begannen ambitionierte Bodybuilder ihren Fleischkonsum in immens hohe Dimensionen zu schrauben, um ihren Creatinspiegel signifikant zu erhöhen und von dem Effekt des Creatins bestmöglich zu profititeren.

Seit die Supplementindustrie Anfang der neunziger Jahre das erste mal isoliertes Creatin Monohydrat als Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt bringen konnte, ist ein exorbitant hoher Fleischkonsum nicht mehr nötig, um die körpereigenen Creatinspeicher wirkungsvoll zu erhöhen.

Wie wirkt Creatin?

Neben der Hirn- und Nervenfunktion, ist Creatin hauptsächlich für die Muskelkontraktion von entscheidender Bedeutung.

Creatin trägt neben dem Adenosintriphosphat (ATP) eine Schlüsselfunktion für die Energiebereitstellung im Muskel.

Um kontrahieren zu können, benötigt der Muskel ATP. Da die ATP-Vorräte im Muskel jedoch stark begrenzt und bei muskulärer Belastung extrem schnell aufbebraucht sind, muss anschliessend neues ATP gewonnen werden, um das Leistungsniveau aufrecht zu erhalten.

Diese Gewinnung von ATP erfolgt auf dem schnellsten Wege über die Synthese aus Creatin.

Vereinfacht ausgedrückt: Wenn nach den ersten Wiederholungen die ATP-Speicher im Muskel aufbebraucht sind, gewinnt der Körper neues ATP aus Creatinphosphat. Je höher der Creatinspiegel im Körper ist, desto mehr ATP kann der Körper daraus gewinnen. Und je länger dem Muskel ausreichend ATP zur Verfügung steht, desto länger kann er in einem Satz bis an seine Leistungsgrenze gehen.

Somit verhilft Creatin dem Anwender zu einer deutlichen Kraftsteigerung,welche wiederum zu einem deutlich höheren Muskelwachstumsreiz führt.

Doch damit nicht genug!

Gleichzeitig hat Creatin den positiven Effekt, die Proteinsynthese im Körper anzukurbeln. Je mehr Protein der Körper synthetisieren kann, desto mehr Muskeln baut er auf ! Deshalb sollten Sie bei einer Creatinsupplementierung auf eine ausreichende Proteinaufnahme von ca. 2g Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht achten ! Den erhöten Proteinbedarf sollten Sie durch den Konsum von magerem Fleisch, Eiern, Milchprodukten und hochwertigen Proteinpulvern decken.

Welche unterschiedlichen Creatinprodukte gibt es?

Creatin Monohydrat

Creatin Monohydrat ist ein reines Creatinpulver, welches zuvor kristallisiert wurde. Das absolut reinste Creatin Monohydrat, welches der Markt zur Zeit hergibt, ist Creapure.

Kre-Alkalyn

Kre-Alkalyn ist gepuffertes Creatin-Monohydrat, mit einem pH-Wert von über zwölf. Dadurch geht kein wertvolles Creatin im Magen-Darm-Trakt verloren, und die enthaltene Menge kann quasi vollständig resorbiert werden. Mit Kre-Alkalyn umgeht man Nebenwirkungen wie Magen-Darm -Beschwerden somit von vorneherein, ausserdem sind durch die nahezu Verlustfreie Resorbtionsrate keine Aufladephasen oder zyklische Kreatineinnahmen mehr nötig.

Creatin Ethyl Esther

Creatin Ethyl Esther ist gemeinsam mit Creatin-AKG die neueste und modernste Form des Creatins. Es ist nebenwirkungsärmer als Creatin-Monohydrat, und speichert weniger Wasser. Dadurch kann ein ungewollt aufgedunsenes Aussehen, wie es bei empfindlichen Creatin-Monohydrat verwendern vorkommen kann, erfolgreich umgangen werden, Magen-Darm Probleme spielen ebenfalls keine Rolle mehr. Von daher gilt: Wer mit Creatin-Monohydrat oder Kre-Alkalyn keine positiven Erfahrungen gemacht hat, oder Nebenwirkungen schon vorher zu 100% ausschliessen möchte, für den ist Creatin Ethyl Esther das ideale Creatin.

Creatin AKG

Creatin AKG ist als Verbindung zwischen Creatin und Alpha-Ketogluterat eine besonders stabile Creatinform, die gemeinsam mit Creatin-Ethyl-Esther die neueste Creatinform darstellt. Was für das Creatin-Ethyl Esther gilt, kann im Grunde auch für die Kombination von Creatin und Alpha-Ketogluterat gesagt werden.

Es umgeht Nebenwirkungen wie ungeliebte Wasserspeicherungen, und wird dabei schnell und sehr schonend vom Körper aufgenommen.

Creatin-AKG erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit und wird mittlerweile von vielen Profi-Bodybuildern als stärkste Creatinform zum Muskelaufbau angesehen.

Worauf sie bei einer Creatin-Einnahme achten sollten

Erhöte Wasserzufuhr: Bei einer Einnahme von Creatin-Monohydrat sollten sie ihren täglichen Wasserkonsum pro Gramm Creatin,dass sie supplementieren, um 100ml erhöhen. 4-6 Liter Wasser pro Tag sollten bei einer Creatinkur anvisiert werden.

Schnellverdauliche Kohlenhydrate, wie zum Beispiel Maltodextrin aus dem Produkt Peak Glucofast, steigern, wenn sie gemeinsam mit Creatin eingenommen werden,dessen Aufnahme und Wirkung erheblich.

– Eine gleichzeitige Einnahme von Glutamin hat sich in der Praxis als besonders Wirkungsvoll erwiesen. Da die Substanzen Creatin und Glutamin beide einen erheblichen Einfluss auf das Muskelzellvolumen haben, entsteht bei gleichzeitiger Einnahme ein synergistischer Effekt, der die Resultate der Creatineinnahme noch um einiges positiver Ausfallen lässt als bei alleiniger Creatineinnahme.

– Der zubereitete Creatinshake sollte am Besten sofort, spätestens jedoch 8-10 Minuten nach dem Anmischen verzehrt werden, da das Creatin ansonsten bei längerem Kontakt mit Wasser in das unwirksame Creatinin zerfällt.

– Es gibt sogenannte Creatin-Non Responder, die nicht auf eine Creatineinnahme ansprechen. Diese als zahlenmässig äußert gering einzuschätzende Personengruppe hat schon einen derart hohen Creatinspiegel im Körper, dass die zusätzliche Einnahme von Creatin keine signifikante Wirkung mehr zeigt. Solche Fälle werden allerdings äußert selten beobachtet und sind als unwahrscheinlich zu deklarieren.

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